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Winterthur HB: Mehr Platz für Lastenvelos und kurze Stopps

Am Winterthurer HB entstehen zusätzliche Lastenvelo- und Kurzzeitplätze. Was die Vier-Stunden-Regel bedeutet und wo Pendler länger parkieren können.

Zahlreiche Velos auf einem Veloabstellplatz. Symbolbild aus Malmö, keine Aufnahme aus Winterthur.
Symbolbild aus Malmö: Branden Leighty / Unsplash. Ausschnitt; keine Aufnahme der Anlagen in Winterthur.

Wer am Winterthurer Hauptbahnhof sein Velo nur für einen Einkauf abstellen will, sucht oft vergeblich. Die Stadt schafft deshalb zusätzliche Kurzzeitplätze und mehr Raum für Lastenvelos. Die Arbeiten laufen seit Montag und sollen am Mittwoch, 23. September, abgeschlossen sein.

Rund um den HB gibt es bereits über 5500 Veloabstellplätze. Trotzdem sind die zentralen Anlagen häufig schon morgens von Pendlerinnen und Pendlern besetzt. Für kurze Besuche bleibt wenig Platz – und für ein Lastenvelo oder ein Velo mit Anhänger passt das bestehende Angebot nicht immer.

Was sich rund um den HB ändert

Das Tiefbauamt setzt laut der Medienmitteilung der Stadt vom 22. September 2026 zwei Ergänzungen um:

  • An vier Standorten entstehen zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Lastenvelos.
  • An drei Standorten kommen Kurzzeitparkplätze hinzu. Dort darf ein Velo höchstens vier Stunden stehen.

Die Frist ist vor allem für kurze Erledigungen gedacht: zum Einkaufen, für einen Restaurantbesuch oder einen anderen Termin in der Innenstadt. Für einen ganzen Arbeitstag ist ein solcher Platz nicht geeignet.

Werden dafür Pendlerplätze gestrichen?

Einzelne bisherige 48-Stunden-Plätze fallen durch die Änderungen weg. Die Stadt kündigt jedoch an, sie zu kompensieren. Dafür sollen platzsparendere Veloständer, längere Parkfelder und zusätzliche Abstellplätze sorgen. Insgesamt soll das Angebot wachsen.

Wie viele Plätze netto hinzukommen, nennt die Mitteilung nicht. Die Zahl der vier beziehungsweise drei Standorte ist deshalb nicht mit der Anzahl neuer Veloabstellplätze gleichzusetzen. Auch eine Garantie, direkt am gewünschten Bahnhofzugang jederzeit einen freien Platz zu finden, lässt sich daraus nicht ableiten.

Welcher Platz passt zu deinem Aufenthalt?

Für die tägliche Nutzung lohnt sich ein Blick auf die Signalisation. Die städtische Übersicht mit Standortkarte unterscheidet zwischen kostenlosen Abstellplätzen mit vier oder 48 Stunden Parkdauer und kostenpflichtigen Velostationen.

  • Kurzer Einkauf: Einen als Kurzzeitparkplatz bezeichneten Platz wählen und spätestens nach vier Stunden zurück sein.
  • Ganzer Arbeitstag: Einen 48-Stunden-Platz nutzen. Als weitere Möglichkeiten nennt die Stadt die kostenlosen Veloparkings Esse und Kesselhaus sowie die Velostationen Rudolfstrasse, Gleis 3 und Stellwerk. Für die Velostationen braucht es ein Tagesticket oder ein Abo.
  • Lastenvelo: Auf die dafür gekennzeichneten Flächen achten. Auch dort die angegebene Parkdauer prüfen; die Art des Velos ersetzt die örtliche Beschilderung nicht.

Wichtig: Falsch oder zu lange abgestellte Velos können laut Stadt kostenpflichtig entfernt werden. Zugänge und Durchfahrten müssen frei bleiben.

Bis wann sind die Arbeiten fertig?

Begonnen haben die Anpassungen am Montag, 21. September. Als voraussichtlichen Abschluss nennt die Stadt Mittwoch, 23. September 2026. Am Dienstag sind die Arbeiten damit noch nicht als abgeschlossen bestätigt. Wer den HB in diesen Tagen mit dem Velo ansteuert, sollte besonders auf neue Markierungen und die Beschilderung am jeweiligen Abstellplatz achten.