Kanton Luzern

Polizei nimmt mutmasslichen Geldabholer nach Bankbetrug vorläufig fest

Falsche Bankangestellte brachten eine 85-jährige Frau dazu, Geld zu übergeben. Bei einer weiteren Übergabe nahm die Luzerner Polizei einen mutmasslichen Geldabholer vorläufig fest.

Wappen Kanton Luzern auf weissem Hintergrund
Symbolbild: Wappen Kanton Luzern · Wappenquelle und Lizenz

Eine 85-jährige Frau hat nach Anrufen von falschen Bankangestellten insgesamt 75'000 Franken übergeben. Bei einer weiteren Übergabe nahm die Luzerner Polizei einen mutmasslichen Geldabholer vorläufig fest.

Die falschen Bankangestellten kontaktierten die Frau im Oktober 2026 und setzten sie telefonisch unter Druck. Mit dem Vorwand einer fehlerhaften Buchung auf ihrem Konto verunsicherten sie die Seniorin und brachten sie dazu, Bargeld zu beziehen. Zwischen dem 21. und 23. Oktober übergab sie an ihrem Wohnort in drei Fällen jeweils einem Geldabholer Bargeld.

Als die Frau Anfang November weitere 50'000 Franken bei ihrer Bank bestellte, schöpften Bankangestellte Verdacht und kontaktierten ihre Tochter. Danach wurde die Polizei informiert.

Die Kriminalpolizei überwachte die mutmassliche Geldübergabe. Die Frau übergab vor ihrem Wohnort einem Mann zwei Couverts. Unmittelbar danach wurde er in der Nähe angehalten und vorläufig festgenommen.

Beim Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um einen 33-jährigen Ukrainer, der des Betrugs verdächtigt wird. Die Staatsanwaltschaft Luzern führt die Untersuchung.

Die Polizei weist darauf hin, dass Banken ihre Kundschaft niemals telefonisch zur Installation von Software auffordern. Sie rät, keine Programme auf Anweisung unbekannter Personen zu installieren und keine Zugangsdaten oder Codes weiterzugeben.

Bei Zweifeln soll das Gespräch beendet und die Bank über ihre offizielle Telefonnummer kontaktiert werden. Bei Betrugsverdacht empfiehlt die Polizei, umgehend Anzeige zu erstatten.

Quelle: Luzerner Polizei · Originalmitteilung