Schweiz

Status S: Der Bund prüft drei Szenarien für die nächste Phase

Für Menschen aus der Ukraine soll bis Ende Sommer über die Zukunft des Schutzstatus entschieden werden. Im Zentrum stehen Rückkehr, Verlängerung und mögliche Einschränkungen.

Beleuchtetes Bundeshaus in Bern bei Nacht

Für Menschen aus der Ukraine soll bis Ende Sommer über die Zukunft des Schutzstatus entschieden werden. Im Zentrum stehen Rückkehr, Verlängerung und mögliche Einschränkungen.

Der Bundesrat bereitet für den Schutzstatus S drei mögliche Szenarien vor. Eine Entscheidung soll bis Ende Sommer 2026 fallen. Rund 46’000 Menschen, die zu Beginn des Krieges aus der Ukraine geflohen sind, befinden sich weiterhin in der Schweiz.

Der Status S wurde geschaffen, um Schutz schnell und ohne ein individuelles Asylverfahren zu ermöglichen. Seine Zukunft hängt jedoch nicht allein von der Lage in der Ukraine ab. Auch die europäische Abstimmung, die Sicherheitslage und die Frage, ob Rückkehr realistisch und zumutbar ist, spielen eine Rolle.

Zwischen Rückkehr und Integration

Für viele Betroffene ist die Situation ambivalent. Sie wollen zurück, sobald es sicher ist, bauen aber gleichzeitig in der Schweiz Arbeit, Schule und soziale Kontakte auf. Eine kurzfristige Änderung des Status kann deshalb Unsicherheit auslösen, auch wenn die rechtliche Regelung erst später ausläuft.

Gemeinden und Arbeitgeber brauchen ebenfalls Klarheit. Sie müssen wissen, ob Beschäftigungsverhältnisse, Schulbesuche und Betreuungsangebote weitergeführt werden können. Eine sorgfältige Kommunikation ist daher ebenso wichtig wie der formelle Entscheid.

Europäische Regeln setzen den Rahmen

Die Schweiz kann die Frage nicht isoliert beantworten. Wenn Nachbarländer den Schutzstatus verlängern, entsteht ein gemeinsamer europäischer Rahmen. Unterschiedliche Regeln könnten dagegen neue Wanderungsbewegungen auslösen und die Zuständigkeiten komplizierter machen.

Die drei Szenarien zeigen, dass es keine einfache Lösung gibt. Eine tragfähige Entscheidung muss humanitäre Verantwortung, Rückkehrperspektive und die Belastbarkeit des Aufnahmesystems zusammenbringen.

Quelle: SRF: Bundesrat prüft die Zukunft des Status S.