Hitzesommer 2026: Warum der August über den historischen Vergleich entscheidet
Der Juni und der Juli 2026 erinnern in mehreren Regionen an den Sommer 2003. Ob daraus ein Jahrhundert-Sommer wird, hängt laut Meteorologen vor allem vom August ab.

Der Juni und der Juli 2026 erinnern in mehreren Regionen an den Sommer 2003. Ob daraus ein Jahrhundert-Sommer wird, hängt laut Meteorologen vor allem vom August ab.
Der Sommer 2026 hat in der Schweiz bereits mehrere historische Vergleiche ausgelöst. In Basel wurden im Juni ähnlich viele Hitzetage registriert wie im Juni 2003. Im Juli lagen die Temperaturen dort zeitweise sogar über dem damaligen Verlauf. Trotzdem ist die Frage, ob 2026 wirklich an den Jahrhundert-Sommer von 2003 herankommt, noch nicht beantwortet.
Der Grund liegt im Kalender: Der Sommer 2003 war nicht nur wegen eines heissen Junis und Julis aussergewöhnlich. Entscheidend war ein extrem heisser und trockener August. Erst die Kombination aus lang anhaltender Hitze, fehlender Erholung in der Nacht und ausbleibendem Regen machte die Belastung so gross.
Hitze ist regional sehr verschieden
Die Schweizer Messstationen zeigen kein einheitliches Bild. Städte und tiefe Lagen erwärmen sich schneller, während höhere Regionen zeitweise von Gewittern oder kühleren Nächten profitieren. Gleichzeitig kann eine Region trotz moderater Höchsttemperaturen stark unter Trockenheit leiden, wenn über Wochen kaum Niederschlag fällt.
Für die Bevölkerung zählt deshalb nicht nur der einzelne Rekord. Belastend sind mehrere Tage über 30 Grad, tropische Nächte und eine fehlende Abkühlung in Wohnungen und Innenstädten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der entscheidende Blick auf den August
Ob 2026 in die gleiche Kategorie wie 2003 fällt, wird sich erst mit dem weiteren Saisonverlauf beurteilen lassen. Ein kühlerer, nasser August könnte den Vergleich deutlich abschwächen. Bleibt die Wetterlage dagegen stabil, verschärfen sich die Folgen für Böden, Wälder, Landwirtschaft und Gewässer.
Die praktische Lehre ist unabhängig vom späteren Ranking: Hitzeschutz muss früher geplant werden. Städte brauchen Schatten und kühle Rückzugsorte, Betriebe müssen Arbeitszeiten anpassen und Haushalte sollten Trinkwasser, Sonnenschutz und eine sichere Raumkühlung nicht erst am heissesten Tag organisieren.
Quelle: SRF: Der August wird beim Vergleich mit 2003 entscheiden.