Schweiz

Bergbahnen transportierten im Winter weniger Gäste – tiefe Lagen spüren den Wandel zuerst

Die Wintersaison 2025/26 endete für Schweizer Bergbahnen mit einem Rückgang von zwei Prozent. Schnee im März konnte einen schwachen Saisonstart nur teilweise ausgleichen.

Skiliftstation in den verschneiten Schweizer Alpen

Die Wintersaison 2025/26 endete für Schweizer Bergbahnen mit einem Rückgang von zwei Prozent. Schnee im März konnte einen schwachen Saisonstart nur teilweise ausgleichen.

Schweizer Bergbahnen haben in der Wintersaison 2025/26 rund zwei Prozent weniger Gäste transportiert. Nach einem schwierigen Start brachte der März zwar Schnee und bessere Bedingungen, doch die Erholung reichte nicht aus, um den Rückstand vollständig aufzuholen.

Besonders unter Druck stehen tiefer gelegene Gebiete. Dort ist die Saison stärker von einzelnen Kaltfronten abhängig. Wenn der Naturschnee ausbleibt und Beschneiungsanlagen wegen hoher Temperaturen weniger zuverlässig arbeiten, werden Planung und Betrieb schwieriger.

Ein später Winter hilft nicht allen

Ein schneereicher März kann für hoch gelegene Destinationen wertvoll sein. Familien buchen dann noch kurzfristig, Skiclubs holen Trainings nach und Tagesgäste kommen. Tiefe Gebiete verlieren dagegen bereits zu Saisonbeginn wichtige Wochenenden und sind stärker auf einheimische Stammgäste angewiesen.

Die Unterschiede zwischen Regionen werden damit grösser. Gute Verkehrsanbindung, Ganzjahresangebote und eine klare Positionierung können helfen, ersetzen aber keine verlässliche Schneelage.

Vom Skigebiet zur Ganzjahresdestination

Viele Bahnen investieren deshalb in Sommerangebote: Wandern, Bikeparks, Familienwege, Gastronomie und Veranstaltungen. Das stabilisiert Umsätze, stellt die Infrastruktur aber vor zusätzliche Anforderungen. Wer im Sommer Gäste gewinnen will, braucht andere Kapazitäten und eine andere Kommunikation als im klassischen Wintersport.

Die Saisonbilanz ist damit ein Hinweis auf einen grösseren Strukturwandel. Der Wintersport verschwindet nicht, aber er wird regionaler, kurzfristiger und stärker vom Wetter abhängig. Langfristig werden jene Orte im Vorteil sein, die Schneesicherheit nicht versprechen müssen, sondern ihr Angebot flexibel auf mehrere Jahreszeiten verteilen.

Quelle: SRF: Wintersaison 2025/26 mit weniger Gästen.