Polizeimeldungen

Zuger Polizei nimmt zwei Personen nach versuchtem Halskettendiebstahl fest

Im Kanton Zug wurden zwei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, mit einer Trickdiebstahl-Masche ältere Menschen anzugreifen und Halsketten zu stehlen. Die Polizei warnt vor dieser Masche und ruft zu erhöhter Vorsicht auf.

Wappen Zug auf weissem Hintergrund
Symbolbild: Wappen Zug · Wappenquelle und Lizenz

Die Zuger Polizei hat am 9. Oktober 2026 zwei Personen angehalten und vorläufig festgenommen. Diese stehen im Verdacht, mit Trickdiebstählen in Verbindung zu stehen. Seit Anfang September wurden der Polizei im Kanton Zug rund 20 ähnliche Vorfälle gemeldet. Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche.

Am Dienstagabend, dem 6. Oktober 2026, beobachteten zivile Einsatzkräfte der Zuger Polizei in der Gemeinde Baar und in der Stadt Zug eine Frau, die innerhalb kurzer Zeit mehr als 20 ältere Männer ansprach. Dabei kam sie den Männern teilweise sehr nahe, umarmte sie oder küsste sie auf die Wange. Bei einem dieser Kontakte versuchte sie, einem Mann seine Goldhalskette zu entwenden. Dem Geschädigten gelang es jedoch, die Kette wieder an sich zu nehmen. Die Frau wurde daraufhin festgenommen. Wenig später wurde auch ein Mann festgenommen, bei dem der Verdacht auf eine Beteiligung an Trickdiebstählen besteht.

Die beiden Tatverdächtigen sind rumänische Staatsangehörige im Alter von 31 und 32 Jahren. Sie wurden der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug übergeben.

Die Zuger Polizei ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Bereits Ende September hatte sie vor einer Häufung von Halskettendiebstählen in der Region Ennetsee gewarnt. Mittlerweile hat sich das Phänomen auf den gesamten Kanton ausgeweitet. Seit Anfang September wurden rund 20 Ereignisse mit einem ähnlichen Vorgehensmuster gemeldet.

Die Täter suchen gezielt die Nähe zu ihren Opfern, die mehrheitlich im Seniorenalter sind. Die Betroffenen werden beispielsweise aus einem Fahrzeug heraus oder zu Fuss angesprochen, umarmt oder anderweitig körperlich abgelenkt. Teilweise wird ihnen angeblicher Schmuck umgelegt. Währenddessen versuchen die Täter, die echte Halskette unbemerkt zu lösen und zu entwenden.

Die Zuger Polizei warnt eindringlich vor dieser Vorgehensweise und empfiehlt, gegenüber unbekannten Personen ausreichend Abstand zu halten, sich nicht umarmen zu lassen und keinen Schmuck anlegen zu lassen. Zudem solle man sich nicht durch aufdringliches Verhalten, Fragen oder vermeintliche Hilfsangebote ablenken lassen und Gespräche konsequent beenden, wenn eine Situation unangenehm oder verdächtig erscheint. Ältere Angehörige und Bekannte sollen über diese Betrugs- und Diebstahlsmasche informiert werden.

Besonders wichtig ist eine rasche Meldung an die Polizei unter der Notrufnummer 117. Je früher diese erfolgt, desto grösser ist die Chance, tatverdächtige Personen noch in der Nähe anzuhalten.

Quelle: Zuger Polizei · Originalmitteilung