Polizeimeldungen

Zürcher Behörden verhaften acht Tatverdächtige nach schweren Gewaltdelikten im September 2026

Nach zwei schweren Gewaltdelikten in Zürich im September 2026 verhafteten Polizei und Staatsanwaltschaft acht Tatverdächtige im Alter von 16 bis 19 Jahren. Gegen sie wird wegen versuchter Tötung ermittelt.

Symbolbild: Weiße Justitia-Statue mit Waage und Schwert vor blauem Himmel
Symbolbild: AJEL / Pixabay · Kein Foto des Ereignisses · Bild auf Pixabay

Nach umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit zwei schweren Gewaltdelikten, die Mitte September 2026 in der Stadt Zürich verübt wurden, konnten die Kantonspolizei Zürich, die Zürcher Staatsanwaltschaft sowie die Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich gemeinsam acht tatverdächtige Jugendliche und junge Erwachsene identifizieren und festnehmen. Gegen diese Personen wurden Strafverfahren wegen versuchter Tötung eingeleitet.

Am Freitagabend, 11. September 2026, ereignete sich im Kreis 4 der Stadt Zürich ein Angriff mehrerer Personen auf einen 21-jährigen Schweizer, der dabei mittelschwer verletzt wurde. Etwa eine Stunde später griffen im Kreis 12 auf dem Vorplatz des Bahnhofs Stettbach mehrere Personen einen 25-jährigen Spanier an, der ebenfalls mittelschwer verletzt wurde. Die Stadtpolizei Zürich berichtete hierzu am 12. September 2026.

Die Strafverfolgungsbehörden begannen umgehend umfassende Ermittlungen zur Aufklärung der beiden Gewaltdelikte und zur Identifizierung der zunächst unbekannten Täter.

Am Dienstag, 22. September 2026, verhaftete die Kantonspolizei Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität sowie der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich im Rahmen einer koordinierten Aktion acht Tatverdächtige im Alter von 16 bis 19 Jahren. Die Beschuldigten stammen aus der Schweiz, dem Kosovo, Nigeria und Eritrea und stehen unter dringendem Verdacht, an den Gewaltdelikten von Mitte September 2026 beteiligt gewesen zu sein. Nach aktuellem Kenntnisstand lassen sich beide Gewaltdelikte derselben Tätergruppierung zuordnen.

Die Überwachungskameras dokumentierten die Angriffe, die ein erschreckendes Ausmass an Gewalt zeigen: Die Opfer wurden unvermittelt attackiert und unter anderem mit Glasflaschen sowie Fusstritten gegen den Kopf angegriffen, während sie wehrlos am Boden lagen. Staats- und Jugendanwaltschaft werfen allen Beschuldigten versuchte Tötung vor.

Für die über 18-jährigen Beschuldigten ordnete das Zwangsmassnahmengericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Vortag Untersuchungshaft an. Die minderjährigen Beschuldigten befinden sich im Gewahrsam der Jugendanwaltschaft. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

Quelle: Kantonspolizei Zürich · Originalmitteilung