Polizeimeldungen

Zentralschweizer Polizeikorps gibt Verhaltenstipps zur Vermeidung von Wildunfällen

Wildunfälle sind in der Zentralschweiz besonders in Dämmerungszeiten häufig. Die Polizeikorps informieren über richtiges Verhalten, um Unfälle zu vermeiden und Folgen zu minimieren.

Wappen Kanton Obwalden auf weissem Hintergrund
Symbolbild: Wappen Kanton Obwalden · Wappenquelle und Lizenz

Wildtiere auf der Fahrbahn führen regelmässig zu gefährlichen Situationen für Verkehrsteilnehmende. Besonders in den Dämmerungsstunden und in Gebieten mit Wildwechsel steigt das Risiko einer Kollision. Die Zentralschweizer Polizeikorps erinnern deshalb an die wichtigsten Verhaltensregeln, um Wildunfälle möglichst zu verhindern und deren Folgen zu minimieren.

Wildtiere können die Fahrbahn plötzlich betreten und dadurch gefährliche Verkehrssituationen verursachen. Besonders in Waldgebieten, entlang von Feldern sowie während der Dämmerungszeiten ist erhöhte Aufmerksamkeit notwendig. Durch eine angepasste Geschwindigkeit und vorausschauende Fahrweise lässt sich das Risiko eines Wildunfalls deutlich verringern.

Kommt es dennoch zu einem Wildwechsel, ist besonnenes Verhalten entscheidend. Ein plötzliches Ausweichmanöver birgt oft grössere Gefahren als ein kontrolliertes Bremsmanöver. Fahrzeuglenkende sollten deshalb die Geschwindigkeit reduzieren, das Lenkrad festhalten und die Fahrspur beibehalten. Dieses Verhalten kann helfen, schwere Folgen für alle Beteiligten zu verhindern.

Verkehrsteilnehmende werden aufgefordert, Signalisationen mit dem Hinweis «Wildwechsel» zu beachten und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. In Waldgebieten, an Waldrändern sowie in den Dämmerungsstunden ist besondere Vorsicht geboten. Zudem sollten Strassenränder beobachtet werden, da die Augen von Wildtieren im Lichtschein reflektieren können.

Wird ein Tier erkannt, ist die Geschwindigkeit sofort zu reduzieren. Das Fernlicht sollte abgedimmt werden, da grelles Licht Wildtiere zusätzlich verunsichern kann. Kurze Hupsignale können helfen, das Tier von der Fahrbahn zu vertreiben. Zudem ist mit weiteren Tieren zu rechnen, insbesondere wenn Rehe oder Hirsche unterwegs sind.

Im Falle einer Kollision sollten Fahrzeuglenkende sofort und kontrolliert bremsen, das Lenkrad festhalten und die Fahrspur beibehalten. Riskante oder panikartige Ausweichmanöver sind zu vermeiden. Die Sicherheit der Fahrzeuginsassen hat dabei oberste Priorität.

Nach einem Wildunfall ist die Warnblinkanlage einzuschalten und die Unfallstelle zu sichern. Wenn möglich, sollte ein Pannendreieck aufgestellt werden. Die Polizei ist über die Notrufnummer 117 zu verständigen, da Wildunfälle meldepflichtig sind. Die Polizei gibt weitere Anweisungen und informiert die Wildhut.

Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht berührt oder angenähert werden. Es ist auf die eintreffenden Fachpersonen der Wildhut oder Jagdaufsicht zu warten.

Quelle: Kantonspolizei Obwalden · Originalmitteilung