Polizeimeldungen

Kantonspolizei Schwyz warnt vor gefährlichen Würgespielen bei Jugendlichen

Im Kanton Schwyz sind mehrere Fälle von gefährlichen "Choking Challenges" bei Jugendlichen bekannt. Die Polizei warnt vor den Risiken dieser Würgespiele und empfiehlt Eltern, mit ihren Kindern darüber zu sprechen.

Symbolbild: Nahaufnahme eines geschlossenen orangen Erste-Hilfe-Kastens mit weißen Verschlüssen
Symbolbild: adexo_medical / Pixabay · Kein Foto des Ereignisses · Bild auf Pixabay

Die Kantonspolizei Schwyz weist auf die Gefahren sogenannter "Choking Challenges", "Blackout Challenges" oder Würgespiele hin, die bei Kindern und Jugendlichen verbreitet sein können. Im Kanton Schwyz sind mehrere Vorfälle dieser Art bekannt geworden. Die Polizei nutzt diese Ereignisse, um Kinder, Jugendliche, Eltern und weitere Bezugspersonen auf die erheblichen Risiken solcher Herausforderungen aufmerksam zu machen.

Bei der "Choking Challenge" wird durch Würgen oder Druck auf den Hals die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn beeinträchtigt. Ziel ist häufig, einen kurzen Rausch oder eine Bewusstlosigkeit zu erreichen. Obwohl Jugendliche dies möglicherweise als Mutprobe oder Spass ansehen, kann dies sehr schnell lebensgefährlich werden.

Das Würgen kann wichtige Blutgefässe und Atemwege schädigen. Eine Bewusstlosigkeit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zudem besteht die Gefahr, dass die betroffene Person unkontrolliert stürzt und sich schwer verletzt. Die Folgen können bleibende Gesundheitsschäden oder im schlimmsten Fall der Tod sein.

Die Kantonspolizei Schwyz empfiehlt dringend, bei solchen Herausforderungen nicht mitzumachen und andere nicht zu würgen, auch nicht aus Spass.

Eltern und weitere Bezugspersonen können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Trends erkennen. Die Polizei empfiehlt, mit Kindern über gefährliche Challenges und Internettrends zu sprechen und nach aktuellen Trends im Freundeskreis oder in der Klasse zu fragen.

Es soll klargemacht werden, dass Würgen kein Spiel ist. Auch wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden sind, kann die Situation ausser Kontrolle geraten. Kinder sollen darin bestärkt werden, «Nein» zu sagen, da niemand bei einer Challenge mitmachen muss, um dazuzugehören.

Eltern und Bezugspersonen sollen auf Veränderungen achten. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussagen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden. Zudem soll besprochen werden, wie man reagieren kann, wenn andere Jugendliche mitmachen, etwa weggehen, Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren.

Bei akuter Gefahr ist sofortiges Handeln erforderlich, indem der Notruf 144 oder die Polizei unter 117 alarmiert wird.

Kinder und Jugendliche begegnen in sozialen Medien immer wieder neuen Challenges. Nicht alle sind gefährlich, doch einige bergen erhebliche Risiken. Entscheidend ist, dass sie lernen, gefährliche Inhalte zu erkennen und sich dem Gruppendruck zu widersetzen.

Die Kantonspolizei Schwyz appelliert an Kinder und Jugendliche, sich nicht zu gefährlichen Mutproben überreden zu lassen, «Nein» zu sagen, hinzuschauen, wenn andere gefährdet werden, und Hilfe zu holen.

Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen im Kanton Schwyz werden von der 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (Jugendstrafsachen) geführt.

Quelle: Kantonspolizei Schwyz · Originalmitteilung