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# Revolut beantragt Schweizer Banklizenz: Was sich für Kunden ändern könnte
- URL: https://www.schweiz.blog/revolut-schweizer-banklizenz-antrag-2026/
- Published: 2026-09-16T07:45:00.000Z
- Updated: 2026-09-16T07:44:59.000Z
- Description: Revolut hat eine Schweizer Banklizenz beantragt. Was das für Kunden bedeutet und weshalb Vertragspartner und Einlagenschutz weiterhin zählen.
- Author: schweizblog
- Tags: Finanzen, Wirtschaft

Revolut will im Schweizer Bankenmarkt einen weiteren Schritt machen: Der Finanzdienstleister hat eine Schweizer Banklizenz beantragt. Nach dem Bericht von SRF vom 16\. September wird das Gesuch von der Finanzmarktaufsicht Finma geprüft. Eine Bewilligung liegt damit noch nicht vor. Für Kundinnen und Kunden ist dieser Unterschied entscheidend: Der Antrag allein stellt weder ihr Konto um noch führt er automatisch neue Leistungen ein.

Das Unternehmen verbindet den Schritt mit Ausbauplänen. Gemäss den von SRF wiedergegebenen Unternehmensangaben will Revolut über fünf Jahre mehr als 150 Millionen Franken in der Schweiz investieren. Es nennt rund 1,3 Millionen Schweizer Kunden. Das beschreibt die Ambition des Anbieters, ersetzt aber keine behördliche Bewilligung und keine verbindlichen Produktbedingungen.

## Warum eine Schweizer Lizenz mehr ist als eine Schweizer IBAN

Eine Kontonummer, eine lokale Adresse und eine Bankbewilligung beantworten unterschiedliche Fragen. Eine Schweizer IBAN hilft bei Zahlungen. Die juristische Person im Vertrag bestimmt dagegen, wer die Bankleistung erbringt. Die Finma-Bewilligung betrifft die Zulassung und Beaufsichtigung einer Bank in der Schweiz.

In den öffentlich zugänglichen Bedingungen für Schweizer Privatkunden der Revolut Bank UAB ist die in Litauen ansässige Bank als Vertragspartner genannt. Dort wird auch die litauische Einlagensicherung beschrieben. Die konkrete Einordnung des eigenen Guthabens richtet sich deshalb nach dem tatsächlich abgeschlossenen Vertrag und dem verwendeten Produkt. Wertschriften, Kryptowerte und Kontoeinlagen sollten dabei nicht miteinander verwechselt werden.

## Was die Finma bei einer Bank prüft

Die Finma nennt für eine Bankbewilligung unter anderem ausreichend Kapital, tragfähige Liquidität, geeignete Führungspersonen, wirksames Risikomanagement und interne Kontrollen. Auch die Leitung aus der Schweiz und die Organisation der Bank gehören zu den Anforderungen. Ein bekannter Markenname genügt dafür nicht.

Wie lange ein Verfahren dauert, hängt laut Aufsicht von der Qualität und Komplexität des Gesuchs sowie gegebenenfalls von ausländischen Aufsichtsbehörden ab. Aus dem Antragsdatum lässt sich deshalb kein verlässlicher Starttermin für ein neues Schweizer Angebot ableiten.

## Diese vier Punkte lohnt es sich jetzt zu kontrollieren

1. **Vertragspartner:** Öffne die rechtlichen Dokumente deines Kontos und notiere die vollständige Gesellschaft, nicht nur den Markennamen.
2. **Art des Guthabens:** Prüfe, ob du Geld auf einem Bankkonto hältst oder ein Anlageprodukt nutzt. Ein ähnliches App-Design macht daraus nicht dasselbe Produkt.
3. **Schutz und Bedingungen:** Lies das Informationsblatt zur Einlagensicherung sowie allfällige Ausschlüsse. Eine Medienmeldung über einen Lizenzantrag ersetzt diese Unterlagen nicht.
4. **Alltagskosten:** Vergleiche die für dich relevanten Gebühren, etwa für Bargeldbezüge, Währungswechsel und das gewählte Abonnement.

## Was ein späterer Wechsel konkret zeigen müsste

Würde Revolut nach einer Bewilligung Kunden auf eine Schweizer Bank übertragen, wären die Mitteilung über den neuen Vertragspartner, das Datum der Umstellung und die dann geltenden Bedingungen die entscheidenden Dokumente. Erst daraus liesse sich beurteilen, was sich bei Schutz, Dienstleistungen und Preisen tatsächlich ändert.

Ein einfaches Beispiel: Wer Revolut bisher nur für Ferienzahlungen verwendet, sollte vor allem Wechsel- und Bezugsgebühren betrachten. Wer das Hauptkonto mit Lohn, Daueraufträgen und laufenden Rechnungen verlegen möchte, braucht zusätzlich einen belastbaren Umstellungsplan. Das sind unterschiedliche Entscheidungen, auch wenn beide dieselbe App betreffen.

Der Lizenzantrag ist eine relevante Entwicklung für den Wettbewerb. Für die eigene Kontowahl bleibt jedoch das verfügbare, vertraglich geregelte Angebot massgeblich. Ein angekündigtes künftiges Produkt ist noch kein Grund, funktionierende Zahlungsabläufe vorschnell umzustellen.

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## Quellen und Stand

Stand: 16\. September 2026.

- [SRF: Antrag und Unternehmensangaben, 16\. September 2026](https://www.srf.ch/news/wirtschaft/antrag-wird-von-finma-geprueft-revolut-beantragt-banklizenz-in-der-schweiz?ref=schweiz.blog)
- [Finma: Voraussetzungen für eine Bankbewilligung](https://www.finma.ch/en/authorisation/banks-and-securities-firms/getting-licensed/banks/?ref=schweiz.blog)
- [Revolut: Vertragsbedingungen für Schweizer Kunden der Bank UAB](https://www.revolut.com/en-CH/legal/terms-ch/?ref=schweiz.blog)