On greift im Fussball an: Mbappé, Thierry Henry und Sydney Schertenleib als Schlüssel
Die Schweizer Sportmarke On steigt in den Fussball ein und setzt dabei auf ein internationales Staraufgebot. Kylian Mbappé wird Markenpartner und soll an der Entwicklung neuer Produkte mitwirken. Thierry Henry übernimmt die Rolle des Director of Football. Auch die Schweizer Nationalspielerin Sydney Schertenleib gehört zum neuen Projekt.
Vom Laufschuh zum Fussballschuh
On wurde 2010 als Running-Marke gegründet und entwickelte sich mit auffälliger Designsprache und technischen Innovationen zu einem globalen Sportartikelunternehmen. Der Einstieg in den Fussball ist der nächste grosse Expansionsschritt. Der Markt ist allerdings von Nike, Adidas und Puma geprägt und verlangt eine andere Produktlogik als das Laufgeschäft.
Fussballschuhe müssen leicht, stabil und präzise sein. Gleichzeitig unterscheiden sich die Anforderungen je nach Position, Untergrund, Spielstil und Fussform. On will die Entwicklung deshalb stark an Athletinnen und Athleten ausrichten und Produkte direkt unter Wettkampfbedingungen testen.
Warum Mbappé mehr als ein Werbeträger ist
Mbappé soll nicht nur das Gesicht der Kampagne sein. Nach Angaben von On bringt er seine Erfahrung in die Produktentwicklung und Erprobung künftiger Fussballschuhe und Bekleidung ein. Medienberichte sprechen zudem von einer Beteiligung am Unternehmen, finanzielle Details und Vertragslaufzeit wurden offiziell nicht bekannt gegeben.
Für On ist der französische Weltstar ein Zugang zu einer globalen Zielgruppe. Für Mbappé bietet die Partnerschaft die Möglichkeit, an einer Marke mitzuwirken, statt nur ein bestehendes Produkt zu bewerben. Genau diese Verbindung von Spitzensport, Design und Entwicklung gehört zur bisherigen Erzählung von On.
Henry und Schertenleib erweitern die Perspektive
Thierry Henry soll die Fussballsparte strategisch aufbauen. Der Weltmeister und frühere Arsenal-Spieler bringt Erfahrung aus Spitzenfussball, Nachwuchsarbeit und Medien mit. Sydney Schertenleib wiederum steht für den Schweizer und den internationalen Frauenfussball. Sie soll an Tests und der Entwicklung von Produkten für Fussballerinnen beteiligt sein.
Das ist auch wirtschaftlich interessant. Der Frauenfussball wächst, wird aber bei Ausrüstung und Produktentwicklung noch nicht immer gleichwertig berücksichtigt. Eine Marke, die unterschiedliche Körper, Bewegungsabläufe und Bedürfnisse ernst nimmt, kann sich hier profilieren.
Der nächste Test kommt auf dem Platz
On muss nun zeigen, dass die Schweizer Innovationsgeschichte auch im Fussball funktioniert. Eine starke Kampagne bringt Aufmerksamkeit. Entscheidend werden jedoch Grip, Haltbarkeit, Komfort, Preis und Verfügbarkeit sein. Im Wettbewerb mit etablierten Anbietern reicht ein prominenter Name allein nicht aus.
Fazit: Mit Mbappé, Henry und Schertenleib wählt On einen ambitionierten Einstieg. Die Marke bringt Schweizer Design und Technologie in einen hart umkämpften Markt. Ob daraus ein langfristiger Erfolg wird, entscheidet sich nicht im Werbespot, sondern auf dem Fussballplatz.
Quelle: On Running.