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# Neues Hirnforschungsinstitut in St. Gallen: 1,25 Millionen vom Kanton
- URL: https://www.schweiz.blog/neues-hirnforschungsinstitut-in-st-gallen-1-25-millionen-vom-kanton/
- Published: 2026-09-13T19:02:58.000Z
- Updated: 2026-09-14T19:33:38.000Z
- Description: Das Institut ISAB untersucht Erkrankungen des alternden Gehirns. St. Gallen unterstützt den Aufbau bis 2030; Kooperationen mit Empa und dem Spitalverbund HOCH sollen Forschung und Medizin verbinden.
- Author: schweizblog
- Tags: Alltag, Wissen, Gesundheit, #Import 2026-09-14 17:38

In St. Gallen ist am 9\. September das Institute for the Science of the Aging Brain eröffnet worden. Das ISAB soll die Entstehung und den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen besser verstehen helfen. Der Kanton stellt für Aufbau und Betrieb in den Jahren 2026 bis 2030 insgesamt 1,25 Millionen Franken bereit.

## Alzheimer und Parkinson im Zentrum

Trägerin des neuen akademischen Instituts ist die Foundation Institute for the Science of the Aging Brain. Die Forschung richtet sich auf Mechanismen und Verläufe von Erkrankungen des alternden Gehirns. Die kantonale Mitteilung nennt Alzheimer und Parkinson als Beispiele.

Langfristig sollen aus dem besseren Verständnis neue Ansätze für Prävention, Diagnostik und Behandlung entstehen. Die Eröffnung ist damit eine Nachricht über den Aufbau von Forschungskapazität. Sie bedeutet nicht, dass bereits eine neue Therapie zur Verfügung steht oder ein bestimmter Behandlungserfolg nachgewiesen wäre.

## Fünf Jahre Anschubfinanzierung

Die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton umfasst den Zeitraum von 2026 bis 2030\. Vorgesehen sind insgesamt 1,25 Millionen Franken für den Aufbau und Betrieb. Die genannte Summe bezieht sich auf alle fünf Jahre zusammen und ist kein jährlicher Beitrag in dieser Höhe.

Gesundheitsdirektor Bruno Damann begründet das Engagement mit der Herausforderung, die neurodegenerative Erkrankungen für eine alternde Gesellschaft darstellen. Der Kanton verbindet damit die Hoffnung, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen künftig bessere Möglichkeiten für die medizinische Versorgung zu entwickeln.

## Standort im Innovation Park Ost

Das ISAB ist im Switzerland Innovation Park Ost in St. Gallen angesiedelt. Organisatorisch soll es eng mit der Empa St. Gallen zusammenarbeiten. Gemeinsam genutzte Laborflächen und Ressourcen sollen die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen erleichtern.

Auch Partner aus Medizin und Industrie werden einbezogen. Die Mitteilung nennt als geplantes Vorhaben eine strategische Partnerschaft mit HOCH Health Ostschweiz. Der Austausch zwischen Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Unternehmen gehört ausdrücklich zum vorgesehenen Profil des Instituts.

## Vom Labor bis zur möglichen Anwendung

Für die Einordnung sind drei Ebenen zu unterscheiden. Grundlagenforschung untersucht zunächst, wie biologische Vorgänge funktionieren. Klinische Forschung prüft Fragestellungen im Zusammenhang mit Menschen und ihrer Versorgung. Eine Anwendung im medizinischen Alltag ist wiederum ein weiterer Schritt, der belastbare Nachweise voraussetzt.

Kooperationen können den Austausch zwischen diesen Ebenen fördern. Aus ihrer Ankündigung folgt jedoch noch kein Ergebnis für eine bestimmte Krankheit. Die aktuelle kantonale Mitteilung nennt weder eine neue zugelassene Behandlung noch einen konkreten Zeitpunkt, zu dem eine solche verfügbar sein soll.

## Auch wirtschaftliche Ziele sind Teil des Projekts

Neben dem gesundheitspolitischen Interesse verfolgt der Kanton ein Standortziel. Das Institut soll Fachkräfte anziehen, gemeinsame Projekte ermöglichen und die Entstehung von Spin-offs beziehungsweise Biotechnologieunternehmen unterstützen. Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner ordnet die Finanzierung als Investition in die regionale Innovationskraft ein.

Wie viele Firmen oder Arbeitsplätze daraus entstehen könnten, wird nicht beziffert. Solche Entwicklungen sind als Ziele des Aufbaus zu verstehen. Sie stehen neben der wissenschaftlichen Aufgabe und lassen sich am Tag der Eröffnung noch nicht als erreichte Resultate bilanzieren.

## Was jetzt feststeht

Gesichert sind die Eröffnung des Instituts, sein Standort und die vereinbarte kantonale Anschubfinanzierung. Für die weitere Beurteilung werden veröffentlichte Forschungsergebnisse und konkret umgesetzte Kooperationen entscheidend sein. Die Nachricht ist ein Ausbau des Forschungsstandorts St. Gallen; individuelle medizinische Angebote werden darin nicht angekündigt.

## Quellen

- [Kanton St. Gallen: St.Gallen stärkt Forschung zum alternden Gehirn · 9\. September 2026](https://www.sg.ch/news/sgch%5Fallgemein/2026/09/st-gallen-staerkt-forschung-zum-alternden-gehirn.html?ref=schweiz.blog)