Neues Handy einrichten: So ziehst du in 8 Schritten mit deinen Daten um
Fotos allein reichen nicht: Diese Anleitung begleitet den Umzug von Daten, Telefonnummer und wichtigen Zugängen – mit getrennten Hinweisen für iPhone und Android.

Das neue Handy zeigt schon deine Fotos und Apps. Trotzdem kann der Umzug unvollständig sein: Die Bank verlangt eine neue Aktivierung, der Authenticator fehlt oder wichtige Downloads liegen noch auf dem alten Gerät. Diese acht Schritte helfen dir, Daten und Zugänge kontrolliert zu übertragen. Das alte Handy bleibt verfügbar, bis die entscheidenden Prüfungen bestanden sind.
Recherche und Quellenprüfung: 19. September 2026. Die Abläufe stützen sich auf Apple- und Google-Support sowie Swisscom, TWINT und UBS. Menünamen unterscheiden sich nach Gerät und Version. Es handelt sich um eine dokumentationsgestützte Anleitung, nicht um einen Test aller Gerätekombinationen.
Bevor du beginnst: Lade beide Geräte, halte WLAN und passende Kabel bereit und prüfe den freien Speicher. Du brauchst Zugang zu Apple- beziehungsweise Google-Konto und den Wiederherstellungswegen deiner wichtigsten Dienste.
Inhalt
- 1. Erstelle eine Liste deiner wichtigen Daten und Zugänge
- 2. Sichere das alte Gerät und kontrolliere das Backup
- 3. Wähle den passenden Übertragungsweg
- 4. Übertrage die Telefonnummer und teste das Mobilfunknetz
- 5. Richte Banking, TWINT und Zwei-Faktor-Zugänge ein
- 6. Vergleiche Inhalte und teste Alltagsaufgaben
- 7. Aktiviere Sicherung und Wiederfinden auf dem neuen Gerät
- 8. Setze das alte Gerät erst nach dem Schlusscheck zurück
1. Erstelle eine Liste deiner wichtigen Daten und Zugänge
Schreibe auf, was auf dem neuen Gerät funktionieren muss: Fotos, Kontakte, Kalender, Nachrichten, Dateien, Passwortmanager, E-Mail, Banking, TWINT und Zwei-Faktor-Anmeldungen. Ergänze berufliche Apps, ÖV-Tickets und Gesundheitsdienste, falls du sie verwendest. Diese Liste wird am Ende dein Abnahmecheck.
Ordne jeden Punkt einem Konto oder Speicherort zu. Kontakte können beispielsweise im Google-Konto, in iCloud oder in einem anderen Dienst liegen. Eine installierte App verrät noch nicht, ob ihr Inhalt lokal gespeichert oder mit einem Konto synchronisiert wird.
| Bereich | Vorher notieren |
|---|---|
| Fotos / Dateien | Speicherort und letzte Sicherung. |
| Kontakte / Kalender | Verwendetes Konto. |
| Bank / TWINT | Genaue App und Aktivierungsweg. |
| Authenticator / Passkeys | Synchronisation, Export oder alternativer Zugang. |
| SIM / eSIM | Anbieter und Vorgehen beim Gerätewechsel. |
Stolperstein: Betriebliche Geräte und verwaltete Konten können Einschränkungen haben. Kläre ihren Umzug mit der zuständigen IT, bevor du Profile entfernst.
2. Sichere das alte Gerät und kontrolliere das Backup
Starte eine aktuelle Sicherung nach Herstelleranleitung und warte auf den Abschluss. Prüfe Datum und Status. Ein aktivierter Backup-Schalter ist kein Nachweis, dass eine vollständige Sicherung erfolgreich hochgeladen wurde. Bewahre wichtige lokale Dateien zusätzlich an einem sicheren, erreichbaren Ort auf.
Unterscheide Synchronisation und Backup. Wenn Fotos zwischen Geräten synchronisiert werden, kann eine Löschung ebenfalls synchronisiert werden. Räume deshalb nicht durch manuelles Löschen auf, während du gleichzeitig sicherstellen möchtest, dass dieselben Daten auf dem neuen Gerät erhalten bleiben.
Bei Messengern prüfst du deren eigene Sicherungs- und Übertragungsanleitung. Ein allgemeines Gerätebackup deckt nicht jede App in jeder Kombination ab. Google nennt ausdrücklich Daten, die bei einer Android-Übertragung nicht automatisch kopiert werden, etwa bestimmte Downloads und App-Daten.
Ergebnis: Du kennst den Zeitpunkt der letzten erfolgreichen Sicherung und hast für besonders wichtige lokale Inhalte einen zusätzlichen überprüften Ablageort.
3. Wähle den passenden Übertragungsweg
iPhone zu iPhone: Apple beschreibt die Übernahme über Schnellstart. Halte das bisherige Gerät bereit und folge dem Einrichtungsdialog. Je nach gewählter Methode werden Inhalte direkt oder über eine Sicherung übernommen. Unterbrich den Vorgang nicht, nur weil einzelne App-Symbole schon sichtbar sind.
Android zu Android: Nutze beim Einrichten die angebotene Kopierfunktion per Kabel oder WLAN. Wähle die Daten bewusst aus. Hersteller können zusätzliche Wege anbieten; bei Problemen hilft die Google-Anleitung zur Fehlerbehebung bei der Datenübertragung.
Wechsel zwischen den Systemen: Verwende die Anleitung für genau diese Richtung, beispielsweise Apples «Auf iOS übertragen» für Android zu iPhone. Rechne nicht damit, dass jedes App-Konto, jeder Kauf und jeder Messenger-Verlauf automatisch identisch übernommen wird.
Stolperstein: Manche Übertragungswege gehören in die Ersteinrichtung. Wenn du diese schon abgeschlossen hast, prüfe die unterstützte Nachübertragung, bevor du das neue Gerät erneut löschst.
4. Übertrage die Telefonnummer und teste das Mobilfunknetz
Bei einer physischen SIM folgst du der Geräteanleitung zum Wechsel. Bei eSIM nutzt du den vorgesehenen Geräte- oder Anbieterprozess. Ein alter Aktivierungs-QR-Code ist nicht zwingend nochmals verwendbar. Die Swisscom-Hilfe zu SIM und Ersatz zeigt einen Anbieterweg; andere Anbieter haben eigene Abläufe.
Teste mit ausgeschaltetem WLAN eine mobile Datenverbindung und einen normalen Anruf. Lass dir eine SMS senden. Wenn eine zweite Nummer, Multi-SIM oder ein Arbeitsprofil dazugehört, prüfe diese getrennt. Verwechsle die Gerätesperre nicht mit der SIM-PIN.
Lösche das alte eSIM-Profil erst, wenn klar ist, wie die Nummer auf dem neuen Gerät funktioniert und was der Anbieter verlangt. Falls Aktivierungsprobleme auftreten, nutze den offiziellen Support und halte Vertragsdaten bereit.
Ergebnis: Die gewünschte Nummer ist auf dem neuen Gerät erreichbar und mobile Daten funktionieren unabhängig vom WLAN.
5. Richte Banking, TWINT und Zwei-Faktor-Zugänge ein
Öffne deine Bank-App und folge deren Aktivierungsprozess für das neue Gerät. Die Übernahme des App-Symbols ersetzt keine Sicherheitsregistrierung. Als Beispiel beschreibt UBS den Umgang mit der Access App beim Gerätewechsel. Nutze die Hilfe deiner eigenen Bank und behalte einen alternativen Zugang, bis der neue bestätigt ist.
Installiere dieselbe TWINT-Variante, die du bisher verwendet hast. Die TWINT-Anleitung zum neuen Smartphone bezieht sich ausdrücklich auf TWINT Prepaid; bei einer bankeigenen TWINT-App gilt deren Prozess.
Bei Authenticator-Apps prüfst du Synchronisation oder den vorgesehenen Export. Google Authenticator bietet je nach Nutzung Kontosynchronisation oder manuelle Übertragung. Export-QR-Codes und Wiederherstellungscodes sind vertraulich. Fotografiere sie nicht für einen öffentlichen Chat und gib sie niemandem weiter.
Abnahmecheck: Melde dich bei einem wichtigen Dienst tatsächlich mit dem neuen zweiten Faktor an. Lösche den bisherigen Zugang erst, wenn der neue funktioniert.
6. Vergleiche Inhalte und teste Alltagsaufgaben
Prüfe gezielt alte und neue Inhalte. Öffne ein älteres Foto, einen aktuellen Kontakt, einen Kalendereintrag und eine lokal gespeicherte PDF-Datei. Kontrolliere beim Messenger mehrere Zeiträume und wichtige Anhänge. Die Zahl der App-Symbole ist kein Vollständigkeitsnachweis.
- Eine E-Mail senden und empfangen.
- Einen normalen Anruf führen und eine SMS empfangen.
- Passwortmanager öffnen und einen gespeicherten Zugang verwenden.
- Bankzugang und den neuen zweiten Faktor testen.
- ÖV-App öffnen und vorhandene Abos beziehungsweise Tickets prüfen.
- Benötigte Downloads, Notizen und Sprachaufnahmen öffnen.
Richte biometrische Entsperrung und gegebenenfalls Zahlungskarten nach den vorgesehenen Schritten neu ein. Kontrolliere Benachrichtigungen, damit wichtige Sicherheitsmeldungen nicht stumm bleiben. Wenn etwas fehlt, arbeite die Liste ab, solange das alte Gerät noch zugänglich ist.
7. Aktiviere Sicherung und Wiederfinden auf dem neuen Gerät
Prüfe auf dem neuen Handy Backup, Kontowiederherstellung und die Ortungsfunktion. Notiere Seriennummer beziehungsweise IMEI an einem sicheren Ort ausserhalb des Handys. Ein Notfallzugang sollte nicht ausschliesslich auf dem Gerät liegen, das du im Verlustfall benötigst.
Kontrolliere, ob du deinen Apple- oder Google-Zugang auch auf einem zweiten vertrauenswürdigen Gerät nutzen kannst. Richte passende Wiederherstellungsoptionen ein. Bei Passkeys prüfst du den verwendeten Passwortmanager oder Kontodienst: Ihre Verfügbarkeit auf anderen Geräten hängt vom jeweiligen System ab.
Ergebnis: Das neue Gerät ist nicht nur eingerichtet, sondern seine Daten und wichtigsten Zugänge sind auch für einen späteren Defekt oder Verlust vorbereitet.
8. Setze das alte Gerät erst nach dem Schlusscheck zurück
Wenn alle wichtigen Punkte funktionieren, erstelle bei Bedarf eine letzte Sicherung. Für Verkauf oder Weitergabe folgst du der Apple-Anleitung zum Vorbereiten eines iPhone beziehungsweise der passenden Android-Herstelleranleitung. Dazu gehören Kontoverknüpfungen, Geräteortung und der vorgesehene vollständige Reset.
Entferne physische SIM und Speicherkarte, sofern vorhanden. Lösche persönliche Fotos nicht einzeln aus einer noch synchronisierten Mediathek, um das alte Gerät «leer» zu machen. Verwende den vorgesehenen Rücksetzprozess. Prüfe anschliessend, ob das Gerät den Einrichtungsbildschirm zeigt und für eine neue Person korrekt freigegeben ist.
Bewahre das alte Gerät bei offenen Fragen lieber noch sicher auf. Ein späterer Verkauf ist weniger aufwendig als eine Kontowiederherstellung ohne den letzten funktionierenden Zugang.
Fertig, wenn: Daten, Telefonnummer und wichtige Anmeldungen funktionieren auf dem neuen Handy. Das alte Gerät wird erst danach gesichert, korrekt zurückgesetzt und gegebenenfalls weitergegeben.