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# Museumsnacht in Diessenhofen: 12’000 Objekte und freier Eintritt
- URL: https://www.schweiz.blog/museumsnacht-in-diessenhofen-12-000-objekte-und-freier-eintritt/
- Published: 2026-09-13T18:27:00.000Z
- Updated: 2026-09-16T13:27:59.000Z
- Description: Am 19. September öffnet das Schaudepot St. Katharinental bis Mitternacht. Besucher erwarten Kurzführungen, ein Kinderparcours und ein kostenloser Shuttle zwischen acht Kulturorten.
- Author: schweizblog
- Tags: Kultur, #Import 2026-09-14 16:59

Ein Abend zwischen riesigem Weinfass, alten Handwerksgeräten und Geschichten über das Verlieben: Das Schaudepot St. Katharinental in Diessenhofen beteiligt sich am Samstag, 19\. September 2026, an der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung braucht es nicht.

## Museumsnacht 2026: die wichtigsten Angaben

- **Wann:** Samstag, 19\. September 2026, von 17 bis 24 Uhr.
- **Wo:** Schaudepot St. Katharinental in Diessenhofen.
- **Eintritt:** kostenlos und ohne Anmeldung.
- **Verbindung:** Ein kostenloser Shuttlebus verbindet acht teilnehmende Kulturorte in Diessenhofen.

Das angekündigte Programm richtet sich an Erwachsene und Familien. Wer an diesem Abend mehrere Häuser besuchen möchte, kann den Shuttle für die Wege zwischen den Kulturorten nutzen. Konkrete Abfahrtszeiten nennt die kantonale Ankündigung nicht. Für die Detailplanung lohnt sich deshalb ein Blick auf das aktuelle Veranstaltungsprogramm.

## Alltagsgeschichte auf 2700 Quadratmetern

Das Schaudepot zeigt ländliche Alltagskultur anhand von mehr als 12’000 Originalobjekten. Die Sammlung verteilt sich auf 2700 Quadratmeter und öffnet den Blick auf das Leben früherer Generationen in der Ostschweiz. Zu den genannten Beispielen gehören ein einfacher Gebärstuhl und eine selbstgebaute Nähmaschine.

Gerade solche Gegenstände machen den Reiz des Besuchs aus: Sie führen zu konkreten Fragen darüber, wie Menschen wohnten, arbeiteten und ihren Alltag organisierten. Ein selbst hergestelltes Arbeitsgerät erzählt dabei etwas anderes als ein repräsentatives Kunstwerk. Im Zentrum stehen die Dinge, die im täglichen Leben gebraucht wurden.

## Äpfel, Birnen und ein aussergewöhnliches Weinfass

Die Kurzführungen greifen mit dem Pausenapfel und den Dörrbirnen zwei typische Thurgauer Themen auf. Zugleich erinnert das Museum daran, dass der Kanton auch eine lange Geschichte des Rebbaus besitzt. Die Museumsnacht verbindet damit Obstbau und Weinkultur, statt die Region allein auf ihre Äpfel zu reduzieren.

Ein besonderer Blickfang ist das grösste erhaltene historische Holzfass der Schweiz. Dazu kommen neue Forschungsergebnisse zur acht Tonnen schweren Baumtrotte aus Oberneunforn, die das Historische Museum Thurgau an diesem Abend vorstellt. Wer sich für alte Produktionstechniken interessiert, findet hier einen konkreten Schwerpunkt für seinen Rundgang.

## Wie sich Werben und Heiraten verändert haben

Eine szenische Kurzführung widmet sich unter dem Titel «Verliebt – verlobt – verheiratet» den Unterschieden zwischen früher und heute. Damit erweitert sich der Blick von Werkzeugen und landwirtschaftlichen Geräten auf gesellschaftliche Gewohnheiten und persönliche Beziehungen.

Das Format bringt Bewegung in den Museumsbesuch: Geschichte wird über eine dargestellte Situation vermittelt. Für Gäste, die sich weniger für technische Einzelheiten begeistern, ist dieser Programmpunkt ein eigener Zugang zur Alltagskultur.

## Ein Abend auch für Familien

Kinder können das Schaudepot mit einem altersgerechten Rätselparcours erkunden. Als kulinarische Ergänzung kündigt das Museum Öpfelringli und Traubensaft aus dem Museumsshop an. Ob für zusätzliche Angebote Kosten anfallen, geht aus der Mitteilung nicht hervor; ausdrücklich kostenlos ist der Eintritt.

Für die Besuchsplanung spricht die lange Öffnungszeit: Zwischen 17 Uhr und Mitternacht lässt sich das Schaudepot mit weiteren Kulturorten verbinden. Wer gezielt eine Führung besuchen möchte, sollte die jeweiligen Zeiten im Veranstaltungsprogramm prüfen. Die Ankündigung des Kantons vom 11\. September enthält noch keinen detaillierten Ablauf sämtlicher Führungen.

## Warum sich der Besuch lohnt

Die Museumsnacht bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in eine umfangreiche Sammlung. Ohne Eintritt und Anmeldepflicht können Gäste einzelne Themen entdecken oder einen längeren Rundgang einplanen. Besonders reizvoll ist die Verbindung von greifbaren Alltagsobjekten, regionaler Ernährungsgeschichte und szenischen Vermittlungsangeboten.

## Quellen

- [Kanton Thurgau / Historisches Museum Thurgau: Museumsnacht im Schaudepot St. Katharinental · 11\. September 2026](https://www.tg.ch/news.html/485/l/de/news/80029?ref=schweiz.blog)