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# Lonza wächst deutlich – und macht die Schweizer Pharmaindustrie zum Wachstumsmotor
- URL: https://www.schweiz.blog/lonza-waechst-2026-und-erhoeht-ausblick/
- Published: 2026-08-18T08:00:00.000Z
- Updated: 2026-09-14T18:51:24.000Z
- Description: Der Auftragshersteller Lonza meldet für das erste Halbjahr 2026 ein kräftiges Wachstum. Dahinter steckt ein struktureller Trend: Pharmafirmen lagern immer mehr Produktion und Entwicklung aus.
- Author: schweizblog
- Tags: Schweiz, News, Wirtschaft, #Import 2026-09-14 17:38

Der Auftragshersteller Lonza meldet für das erste Halbjahr 2026 ein kräftiges Wachstum. Dahinter steckt ein struktureller Trend: Pharmafirmen lagern immer mehr Produktion und Entwicklung aus.

Lonza ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gewachsen. Der Schweizer Auftragshersteller für die Pharma- und Biotechbranche meldet einen Umsatz von 3,37 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 16 Prozent. Das bereinigte Kern-EBITDA stieg laut Unternehmen sogar um 27 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Franken.

Die Zahlen sind mehr als eine einzelne Erfolgsbilanz. Sie zeigen, wie stark sich die Produktion von Medikamenten verändert. Viele Pharmaunternehmen wollen neue Wirkstoffe möglichst schnell auf den Markt bringen, gleichzeitig aber nicht jede Fabrik selbst bauen und betreiben. Anbieter wie Lonza übernehmen deshalb Teile der Entwicklung, Produktion und Abfüllung.

## Warum der Outsourcing-Trend trägt

Für die Auftraggeber geht es um Tempo und Flexibilität. Eine externe Produktionsplattform kann Kapazitäten bereitstellen, wenn ein Medikament in die nächste Entwicklungsphase kommt. Das reduziert den Druck, früh Milliarden in eigene Anlagen zu investieren. Für Lonza entsteht daraus ein Geschäft mit langfristigen Verträgen und hohen technischen Anforderungen.

Die Kehrseite: Das Modell ist kapitalintensiv und stark von wenigen grossen Kunden abhängig. Jede Verschiebung bei Medikamentenprojekten kann die Auslastung einzelner Anlagen beeinflussen. Ausserdem müssen Standorte weltweit konkurrenzfähig bleiben.

## Ein vorsichtigerer, aber höherer Ausblick

Lonza erwartet für 2026 nun ein Umsatzwachstum von 11 bis 12 Prozent. Die operative Marge soll zwischen 33 und 34 Prozent liegen. Der Ausblick bleibt damit ambitioniert, ist aber kein Freipass. Er setzt voraus, dass die Nachfrage nach biologischen Wirkstoffen, komplexen Therapien und spezialisierten Produktionsschritten anhält.

Für die Schweiz ist der Fall trotzdem relevant: Hochqualifizierte industrielle Dienstleistungen können auch dann wachsen, wenn der klassische Maschinenbau oder die Konsumwirtschaft unter Druck stehen. Lonza zeigt, wie Forschung, Regulierung und Produktion in einem exportorientierten Geschäftsmodell zusammenfinden.

**Quelle:** [SRF: Lonza wächst im ersten Halbjahr 2026](https://www.srf.ch/news/wirtschaft/im-aufwind-lonza-waechst-und-waechst-und-waechst?ref=schweiz.blog).