Label Suisse 2026: Lausanne wird zum Treffpunkt der Schweizer Musik
Vom 18. bis 20. September steht Lausanne im Zeichen der Schweizer Musik. Swiss Music Export ergänzt das Festival am Samstag mit einem französischsprachigen Workshop über internationale Karrierewege.

Das Festival Label Suisse findet vom 18. bis 20. September 2026 in Lausanne statt. Neben der musikalischen Vielfalt der Schweiz steht der Austausch der Branche im Fokus. Swiss Music Export lädt am 19. September zu «Export, Walk and Talk» ins Casino de Montbenon ein – mit anschliessendem Spaziergang durch die Stadt.
Musikalische Vielfalt und internationale Kontakte
Label Suisse wurde 2004 von RTS lanciert. Das Festival will Schweizer Musik über Stil- und Sprachgrenzen hinweg sichtbar machen. Zugleich bietet es einen Rahmen, in dem sich Schweizer Musikschaffende und Branchenvertreter mit internationalen Partnern austauschen können.
Swiss Music Export ist auch bei der Ausgabe 2026 beteiligt. Das angekündigte Workshopformat greift Fragen auf, die für eine Tätigkeit ausserhalb des Schweizer Marktes entscheidend sind: Welche Partner passen zu einem Projekt, wo gibt es Beratung und welche Unterstützung kommt infrage?
«Export, Walk and Talk» am 19. September
Der Workshop findet am Samstag von 14 bis 16 Uhr im Casino de Montbenon in Lausanne statt. Die Veranstaltungssprache ist Französisch. Fabienne Schmuki und Albane Dunand von Swiss Music Export wirken ebenso mit wie zwei Vertreter von Exportbüros aus Kanada und Belgien.
Geplant sind die Vorstellung der Exportstrategie, Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten und Fragen aus dem Publikum. Danach wird das Gespräch bei einem Spaziergang durch Lausanne fortgesetzt. Das Format verbindet somit eine gemeinsame Einführung mit informellem Austausch.
Warum ein Exportworkshop zum Festival gehört
Ein Auftritt vor Publikum und die Entwicklung einer internationalen Laufbahn sind unterschiedliche Aufgaben. Während auf der Bühne die Musik unmittelbar wirken muss, geht es im Hintergrund um Planung: Wer organisiert Konzerte, erreicht Medien oder hilft bei einer Veröffentlichung in einem anderen Markt?
Eine Branchenveranstaltung bietet dafür einen konzentrierten Gesprächsrahmen. Ihr Nutzen liegt nicht allein in möglichst vielen Kontakten. Entscheidend ist, ob die Beteiligten erkennen, welche Zusammenarbeit zu einem konkreten künstlerischen Vorhaben passt und welcher nächste Schritt realistisch ist.
Mit konkreten Fragen in den Austausch gehen
Als redaktionelle Vorbereitungshilfe lohnt es sich, das eigene Anliegen vorab in wenigen Sätzen zu formulieren. Geht es um erste Auftritte im Ausland, eine Veröffentlichung oder um langfristige Partnerschaften? Je genauer das Ziel, desto gezielter lässt sich ein Gespräch führen.
Hilfreich ist ausserdem eine klare Trennung zwischen Beratung, Netzwerk und finanzieller Förderung. Diese Angebote können zusammenhängen, sind aber nicht dasselbe. Aus der Teilnahme an einem Workshop entsteht keine automatische Förderzusage. Auch ein Kennenlernen verpflichtet noch niemanden zu einer Zusammenarbeit.
Wer seine nächsten Schritte notiert, kann den Austausch anschliessend besser nutzen: Welche Auskunft fehlt noch, wer ist die passende Anlaufstelle und welche Unterlagen sollten für ein Folgegespräch bereitliegen? Das sind praktische Arbeitsfragen und keine zusätzlichen Teilnahmebedingungen des Festivals.
Terminplanung für das Lausanner Wochenende
Für die persönliche Planung sind das dreitägige Festival und der zweistündige Exportworkshop auseinanderzuhalten. Der Workshop ist ein bestimmter Programmpunkt am Samstagnachmittag. Die Mitteilung von Swiss Music Export enthält keine vollständige Konzertübersicht und keine abschliessenden Angaben zu sämtlichen Zutrittsbedingungen.
Aktuelle Informationen zu Programm und Teilnahme sollten deshalb über die verlinkte Veranstaltungsankündigung und die offiziellen Festivalkanäle geprüft werden. Fest steht: Lausanne verbindet an diesem Wochenende Schweizer Musik mit einer Diskussion darüber, wie sie über die Landesgrenzen hinaus Publikum finden kann.