So richtest du eBill in der Schweiz in 5 Schritten ein
Vom ersten Einstieg im E-Banking bis zur kontrollierten Zahlung: mit einem durchgängigen Rechnungsbeispiel und verständlicher Erklärung der Freigaben.

Du möchtest Rechnungen direkt im E-Banking erhalten, statt Referenznummern abzutippen oder PDFs aus E-Mails zu suchen? Mit eBill kannst du Rechnungssteller hinzufügen und eingehende Rechnungen dort prüfen und freigeben. Die entscheidende Unterscheidung: Eine Rechnung zu empfangen, sie freizugeben und sie tatsächlich zu bezahlen sind drei verschiedene Zustände.
Recherche und Quellenprüfung: 19. September 2026. Geprüft wurden die Informationen von eBill/SIX sowie die Anleitungen von UBS und PostFinance. Menünamen hängen von der Bank ab. Das Beispiel eines Internetabos für CHF 49 pro Monat ist fiktiv und kein aktuelles Produktangebot.
Bevor du beginnst: Du brauchst Zugang zum Onlinebanking einer teilnehmenden Bank, eine erreichbare E-Mail-Adresse und die Kundennummer eines Rechnungsstellers. Die Anleitung richtet sich an Privatpersonen und beschreibt zunächst eine einzelne manuelle Freigabe.
Inhalt
- 1. Öffne eBill innerhalb deines E-Bankings
- 2. Aktiviere den Dienst und wähle Benachrichtigungen
- 3. Füge einen bekannten Rechnungssteller hinzu
- 4. Prüfe die erste Rechnung und gib sie frei
- 5. Entscheide bewusst über Dauerfreigaben und Ablage
1. Öffne eBill innerhalb deines E-Bankings
Melde dich so bei deiner Bank an, wie du es sonst auch tust: über die bekannte App oder die selbst geöffnete Bankwebsite. Suche im Zahlungsbereich nach eBill. Fehlt der Menüpunkt, prüfe die Hilfe deiner Bank und ob dein Zugang den Dienst unterstützt.
Die offizielle eBill-Einführung nennt einen Onlinebanking-Zugang bei einer teilnehmenden Bank als Voraussetzung und beschreibt die Aktivierung. Der Empfang über eBill ist für Privatkunden kostenlos; das sagt nichts über andere Konto- oder Bankleistungen aus.
Nora, unsere fiktive Nutzerin, beginnt mit ihrem Internetanbieter. Sie hat eine bisherige Rechnung neben sich liegen. So kann sie später Namen und Kundennummer abgleichen, statt während der Einrichtung nach Unterlagen zu suchen.
Stolperstein: Eine E-Mail mit dem Wort eBill ist noch keine Aufforderung, dort deine Bankzugänge einzugeben. Starte die Einrichtung unabhängig über deinen bekannten Bankzugang.
2. Aktiviere den Dienst und wähle Benachrichtigungen
Folge dem Registrierungsdialog, prüfe deine persönlichen Angaben und bestätige die verlangten Kontaktdaten. Lies die angebotenen Einstellungen einzeln. Nutzt du eBill bereits bei einer anderen Bank, suche in der Bankhilfe nach der Verknüpfung eines bestehenden Zugangs, bevor du ein zweites Profil anlegst.
Aktiviere eine passende Benachrichtigung, damit eine neue Rechnung nicht unbemerkt liegenbleibt. Wähle eine E-Mail-Adresse, die du regelmässig abrufst. Eine Erinnerung ersetzt weiterhin nicht den Blick auf Fälligkeit und Zahlungsstatus.
Die UBS-Anleitung zur eBill-Anmeldung und die eBill-Informationen von PostFinance zeigen, wie Banken den Dienst in ihre eigene Oberfläche einbetten. Nutze die Anleitung deiner Bank, wenn eine Schaltfläche bei dir anders heisst.
Ergebnis: Du gelangst aus deinem E-Banking in den eBill-Bereich und weisst, wo neue Rechnungen und Einstellungen erscheinen.
3. Füge einen bekannten Rechnungssteller hinzu
Suche den Anbieter im eBill-Bereich. Vergleiche den vollständigen Namen mit deiner bisherigen Rechnung. Ergänze die verlangten Identifikationsangaben, etwa die Kundennummer. Sie kann sich von einer Vertrags- oder Rechnungsnummer unterscheiden; übernimm die ausdrücklich verlangte Nummer.
Nora meldet ihren Internetanbieter mit der Kundennummer ihrer letzten Rechnung an. Anschliessend prüft sie den angezeigten Anmeldestatus. Eine Anmeldung bedeutet nicht zwingend, dass die aktuelle Rechnung bereits über eBill kommt. Bis der Wechsel bestätigt ist, kontrolliert sie deshalb auch den bisherigen Rechnungsweg.
Es gibt ausserdem eine Funktion, mit der Rechnungssteller automatisch hinzugefügt werden können. Die eBill-Funktionsübersicht erklärt diese Option. Für einen überschaubaren Einstieg kannst du zunächst einzelne Anbieter bewusst hinzufügen und die Automatik später beurteilen.
Stolperstein: Eine bereits vorhandene Papierrechnung wird nicht automatisch bezahlt, nur weil du ihren Absender für künftige eBill-Rechnungen angemeldet hast. Prüfe die konkrete Rechnung, bevor du einen bisherigen Zahlungsauftrag entfernst.
4. Prüfe die erste Rechnung und gib sie frei
Öffne die Rechnung samt Detailbeleg. Vergleiche Anbieter, Kundennummer, Leistungszeitraum, Betrag und Fälligkeit. Prüfe, ob du dieselbe Forderung bereits per QR-Rechnung oder Dauerauftrag bezahlt oder eingeplant hast. Ein digital zugestelltes Dokument kann ebenfalls eine sachliche Unstimmigkeit enthalten.
| Kontrolle im fiktiven Beispiel | Noras Entscheidung |
|---|---|
| Absender und Kundennummer stimmen | Mit dem eigenen Vertrag abgleichen. |
| Internetabo September: CHF 49 | Betrag und Leistungszeitraum entsprechen dem Vertrag. |
| Noch kein anderer Zahlungsauftrag | Keine Doppelzahlung vorhanden. |
| Belastungskonto und Ausführungsdatum | Passendes Konto und rechtzeitigen Termin auswählen. |
Erst danach gibt Nora die Rechnung frei. Sie kontrolliert den entstandenen Zahlungsauftrag im E-Banking und nach Ausführung die tatsächliche Belastung. Die eBill-FAQ unterscheiden Freigabe, Zahlungsaufträge und Ablage.
Bei einer falschen Forderung kontaktierst du den Rechnungssteller. Du kannst eine Rechnung im Portal ablehnen; damit ist die zugrunde liegende Forderung aber nicht automatisch aufgehoben. Erkläre den Grund und kläre eine allfällige Korrektur, damit der offene Fall nicht einfach zur Mahnung wird.
Ergebnis: Die erste richtige Rechnung ist zur Zahlung eingeplant und du weisst, wo du die Ausführung kontrollierst.
5. Entscheide bewusst über Dauerfreigaben und Ablage
Nach der ersten geprüften Rechnung kannst du beurteilen, ob eine Automatik sinnvoll ist. Bei einer klassischen Dauerfreigabe legst du Kriterien wie Betrag oder Betragslimite und Zeitpunkt fest. Eine Rechnung ausserhalb dieser Kriterien benötigt deine Aufmerksamkeit. Eine Limite kann sich auf mehrere Rechnungen innerhalb eines Zeitraums beziehen; lies die konkrete Einstellung genau.
Für Noras gleichbleibendes Internetabo wäre eine enge Regel denkbar. Eine bewusst hohe Limite «damit alles durchgeht» würde dagegen den Zweck ihrer Kontrolle schwächen. Sie aktiviert Benachrichtigungen und überprüft die Regel, sobald sie den Tarif wechselt.
| Funktion | Bedeutung für deine Entscheidung |
|---|---|
| Manuelle Freigabe | Du prüfst und bestätigst die einzelne Rechnung. |
| Klassische Dauerfreigabe | Rechnungen werden nach deinen festgelegten Kriterien freigegeben. |
| eBill Direct Debit | Eigenes digitales Lastschriftverfahren mit vorgängiger Belastungsermächtigung; Bedingungen gesondert prüfen. |
| Sharing | Andere Personen erhalten definierte Zugriffsrechte; Berechtigungen bewusst vergeben. |
Direct Debit ist nicht einfach ein anderer Name für die klassische Dauerfreigabe. SIX führt die Verfahren in der Funktionsübersicht getrennt auf. Für unseren Einstieg bleibt Nora bei der manuellen Freigabe; sie kann die Entscheidung später ändern.
Lade wichtige Rechnungsbelege in deine eigene geordnete Ablage. Die Verfügbarkeit im Portal ist keine unbegrenzte Archivzusage. Notiere ausserdem eine regelmässige kurze Kontrolle von offenen Rechnungen, fehlgeschlagenen Freigaben und tatsächlichen Buchungen.
Fertig, wenn: Ein Rechnungssteller ist korrekt angemeldet, die erste Rechnung geprüft und ihre Zahlung kontrolliert. Automatik und Zugriffsrechte entsprechen deiner bewussten Entscheidung.