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# Bundesrat verabschiedet neue Sicherheitspolitik: Resilienz und Abwehr im Zentrum
- URL: https://www.schweiz.blog/bundesrat-sicherheitspolitische-strategie-2026-resilienz-abwehr/
- Published: 2026-09-18T17:17:00.000Z
- Updated: 2026-09-18T17:16:59.000Z
- Author: schweizblog
- Tags: Schweiz, Politik, Sicherheit

**Der Bundesrat richtet die Schweizer Sicherheitspolitik neu aus.** Mit der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 reagiert die Landesregierung auf den Krieg in Europa, hybride Bedrohungen, Angriffe aus der Distanz und kritische Abhängigkeiten. Im Zentrum stehen drei Stossrichtungen: mehr Resilienz, bessere Abwehr und Schutz sowie eine höhere Verteidigungsfähigkeit.

## Warum sich das Sicherheitsverständnis verändert

Sicherheit wird heute nicht mehr nur militärisch definiert. Cyberangriffe, Desinformation, Spionage, Drohnen, Sabotage und Abhängigkeiten bei Energie, Technologie oder Lieferketten können Gesellschaft und Wirtschaft empfindlich treffen, ohne dass ein klassischer Krieg erklärt wird.

Die Strategie reagiert auf diese Entwicklung mit einem umfassenden Ansatz. Bund, Kantone, Gemeinden, Unternehmen und Bevölkerung sollen stärker zusammenspielen. Kritische Infrastrukturen wie Energieversorgung, Telekommunikation, Verkehr und Gesundheitswesen werden dabei zu zentralen Schutzobjekten.

## Resilienz bedeutet Vorbereitung

Resilienz meint die Fähigkeit, Störungen auszuhalten, den Betrieb aufrechtzuerhalten und sich rasch zu erholen. Dazu gehören Notfallplanung, sichere Kommunikationswege, Vorräte, redundante Systeme und gut vorbereitete Behörden. Auch Unternehmen müssen ihre Abhängigkeiten kennen und Pläne für Ausfälle entwickeln.

Für die Bevölkerung wird diese Politik vor allem dann sichtbar, wenn Sirenen getestet, Notfallinformationen verbessert oder Schutzmassnahmen für kritische Dienste ausgebaut werden. Ziel ist nicht, Angst zu erzeugen, sondern die Folgen eines Ereignisses zu begrenzen.

## Mehr Schutz vor hybriden Angriffen

Der Bundesrat nennt die Abwehr hybrider Bedrohungen als Priorität. Dazu zählen Angriffe, bei denen die Urheberschaft bewusst verschleiert wird oder zivile und militärische Mittel kombiniert werden. Die Bekämpfung organisierter Kriminalität wird ebenfalls als Teil der inneren Sicherheit aufgeführt.

Die Strategie umfasst insgesamt zehn Ziele und 46 Massnahmen. Die Umsetzung hat laut Bundesrat bereits begonnen. Welche Projekte wann finanziert werden und wie die Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen verteilt sind, wird für die politische Diskussion entscheidend sein.

## Die schwierige Balance

Mehr Sicherheit verlangt Investitionen, kann aber auch Grundrechte, Datenschutz und die politische Kultur berühren. Eine glaubwürdige Strategie muss deshalb nicht nur Risiken benennen, sondern auch Kontrollmechanismen, Transparenz und demokratische Verantwortung sichern.

**Fazit:** Die neue Sicherheitspolitik markiert einen deutlichen Perspektivenwechsel. Die Schweiz will nicht erst im Krisenfall reagieren, sondern widerstandsfähiger werden, bevor ein Angriff oder eine schwere Störung eintritt.

**Quelle:** [Bundesrat: Sicherheitspolitische Strategie 2026](https://www.frb.admin.ch/de/newnsb/zR3tvgIy1qIm?ref=schweiz.blog).