Schweiz

Brand in Herznach: Mehrere Wohnungen nach Feuer in Tiefgarage unbewohnbar

Brand in einer Tiefgarage in Herznach
Ein Brand in einer Tiefgarage beschädigte Fahrzeuge und führte zu starker Rauch- und Russentwicklung.

Ein Brand in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses hat in Herznach AG mehrere Wohnungen vorläufig unbewohnbar gemacht. Verletzt wurde niemand. Die starke Rauch- und Russentwicklung sowie eine unterbrochene Wasserversorgung führten jedoch dazu, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wohnungen nicht unmittelbar wieder beziehen konnten.

Feuer im Dorfzentrum

Eine Drittperson bemerkte den Brand am Donnerstagnachmittag kurz vor 14.15 Uhr und alarmierte die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Tiefgarage im Dorfzentrum an der Hauptstrasse in Vollbrand. Meterhohe Flammen und eine schwarze Rauchsäule waren weithin sichtbar.

Die Feuerwehren aus Herznach-Ueken, Densbüren-Asp, dem Oberen Fricktal und Frick rückten mit einem Grossaufgebot aus. Ihr wichtigstes Ziel war, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf das darüberliegende Mehrfamilienhaus zu verhindern.

Fahrzeuge zerstört, Wohnungen beschädigt

Laut den Angaben der Kantonspolizei Aargau wurden fünf Autos, ein Motorrad und zwei E-Trottinetts durch den Brand zerstört. Auch wenn die Flammen auf die Tiefgarage begrenzt werden konnten, drangen Rauch und Russ in die darüberliegenden Bereiche ein.

Bei einem Brand in einer Einstellhalle können Schadstoffe weit über den eigentlichen Brandort hinaus gelangen. Hinzu kommen Schäden an Leitungen, Lüftung und Stromversorgung. Die Unbewohnbarkeit bedeutet deshalb nicht zwingend, dass die Wohnungen strukturell zerstört sind. Eine Rückkehr ist aber erst möglich, wenn die Räume geprüft, gereinigt und die Versorgung wiederhergestellt sind.

Gemeinde organisiert Notunterkunft

Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner stellte die Gemeinde eine Notunterkunft bereit. Für Familien und ältere Menschen ist eine solche Situation besonders belastend, weil sie kurzfristig Medikamente, Dokumente, Kleidung und persönliche Gegenstände organisieren müssen.

Nach einem Brand sind zudem Versicherungsfragen wichtig. Betroffene sollten Schäden dokumentieren, nichts entsorgen, bevor die Versicherung oder die zuständige Fachstelle den Zustand aufgenommen hat, und die Kommunikation mit der Verwaltung schriftlich festhalten.

Ermittlungen zur Brandursache

Wie es zum Feuer kam, war zunächst offen. Die Brandermittler müssen nun klären, ob ein technischer Defekt, ein Fahrzeug, ein Akku oder eine andere Ursache verantwortlich war. Gerade in Tiefgaragen können elektrische Anlagen und Lithium-Ionen-Akkus besondere Anforderungen an die Brandbekämpfung stellen.

Fazit: Der Brand in Herznach ging ohne Verletzte aus, hat aber für mehrere Haushalte erhebliche Folgen. Die schnelle Alarmierung und das Eingreifen mehrerer Feuerwehren verhinderten offenbar einen grösseren Schaden am Wohngebäude.

Quelle: Watson unter Berufung auf die Kantonspolizei Aargau.