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# Bern: Mann bei Geldübergabe im Zusammenhang mit mutmasslichem Telefonbetrug festgenommen
- URL: https://www.schweiz.blog/bern-festnahme-telefonbetrug-gelduebergabe/
- Published: 2026-11-04T13:00:08.000Z
- Updated: 2026-11-04T13:00:08.000Z
- Description: In Bern wurde ein 20-jähriger Mann festgenommen, nachdem er kurz zuvor Geld von einer älteren Frau entgegengenommen hatte, die Opfer eines versuchten Telefonbetrugs durch falsche Polizisten wurde. Die Kantonspolizei Bern gibt wichtige Tipps zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen.
- Author: Redaktion schweizblog
- Tags: Bern, Polizeimeldungen, Kanton Bern

Am Freitag wurde in Bern ein Mann festgenommen, der mutmasslich in einen versuchten Telefonbetrug durch sogenannte «falsche Polizisten» verwickelt war. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Kantonspolizei Bern veröffentlichte Hinweise zum Schutz vor Telefonbetrug.

Am Freitag, 30\. Oktober 2026, kurz vor 11.45 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Bern die Meldung, dass eine ältere Frau einen verdächtigen Anruf erhalten hatte. Ein angeblicher «Ermittlungsdienst» hatte sie telefonisch angewiesen, Geld bei ihrer Bank abzuheben und zur Abholung bereitzustellen. Als Begründung wurden Hinweise auf bankinterne Betrüger oder mögliche Hacker genannt, weshalb das Vermögen der potenziellen Geschädigten gefährdet sei und sie als Lockvogel zur Identifizierung der Täter benötigt werde.

Die sofort alarmierten Einsatzkräfte konnten im Rahmen der Fahndung in der Elfenau einen Mann anhalten, der kurz zuvor das Bargeld der Frau abgeholt hatte. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 20-jährigen Mann, der als Mitglied einer Bande vermutet wird. Er wurde in Untersuchungshaft genommen und wird sich vor der Justiz verantworten müssen. Die kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte leitet weitere Ermittlungen.

Die Kantonspolizei Bern verzeichnet regelmässig Meldungen zu Telefonbetrug in unterschiedlichen Formen. Sie gibt in diesem Zusammenhang Empfehlungen, um sich selbst sowie Verwandte und Bekannte zu schützen: Telefonbetrügerinnen und -betrüger sprechen mitunter auch Schweizerdeutsch. Es wird geraten, misstrauisch zu sein, wenn vermeintliche Bekannte, Behörden oder Banken dazu auffordern, Bargeld abzuheben, Geld auf angebliche «Sicherheitskonten» zu überweisen oder Geld beziehungsweise Wertsachen zu übergeben oder zu deponieren. Auch der Kauf von Geldwertkarten, die Übermittlung der aufgerubbelten Codes sowie Einzahlungen bei Krypto-Geldautomaten gelten als verdächtig.

Es wird empfohlen, ein solches Telefongespräch über die entsprechende Taste zu beenden und den verdächtigen Anruf einer Vertrauensperson oder der Polizei zu melden. Am Telefon sollen keine persönlichen Daten, Passwörter oder Angaben zu finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden. Weder Banken noch Polizei verlangen Fernzugriff auf Computer oder Mobiltelefone. Bei unvorbereiteten Anrufen sollen keine Nummern oder Codes aus erhaltenen SMS oder Computermeldungen genannt werden. Zudem wird geraten, im persönlichen Umfeld über telefonische Betrugsarten zu sprechen und Warnungen weiterzugeben.

Quelle: Kantonspolizei Bern · [Originalmitteilung](https://www.police.be.ch/de/start/themen/news/medienmitteilungen.html?newsID=bff2a0aa-77a4-43ec-87ec-12805d7991b2&ref=schweiz.blog)