Natur

Aargau hebt Feuerverbot auf: Vorsicht bleibt trotzdem nötig

Seit 16. September gilt im Aargau wieder Gefahrenstufe 3. Was die Aufhebung des bedingten Feuerverbots bedeutet und worauf du achten musst.

Wald bei Sarmenstorf im Kanton Aargau. Archivaufnahme.
Wald bei Sarmenstorf im Kanton Aargau. Archivaufnahme. Bildquelle: Arkelin · CC BY 4.0.

Das bedingte Feuerverbot im Wald und am Waldrand ist im Aargau per 16. September 2026 um 12 Uhr aufgehoben worden. Die veröffentlichte kantonale Mitteilung nennt nach den jüngsten Niederschlägen neu Waldbrand-Gefahrenstufe 3 statt 4.

Gefahrenstufe 3 bedeutet weiterhin erhebliche Waldbrandgefahr. Die Aufhebung ist deshalb keine Aussage, dass ein Feuer nun überall und unter allen Bedingungen unproblematisch wäre.

Was sich geändert hat

Die Niederschläge haben die Feuchtigkeit der Böden verbessert. Laut Mitteilung bleibt das Niveau jedoch tief. Die Behörde hat ihre Einschätzung neu vorgenommen und die Verfügung vom 27. August aufgehoben.

Für einen Ausflug zählt immer die Lage am konkreten Tag. Die hier beschriebene Änderung gilt zum genannten Zeitpunkt. Eine spätere Trockenperiode oder lokale Einschränkungen können die Situation erneut verändern.

Welche Regeln die Mitteilung weiterhin nennt

Im Wald sollen nur befestigte Feuerstellen genutzt werden. Ein Feuer darf nur mit grosser Vorsicht und unter Aufsicht entfacht werden. Bei starkem Wind ist vollständig darauf zu verzichten.

Das ist gerade bei einer spontanen Grillpause relevant. Ein vorhandener Grillplatz beweist nicht, dass das Wetter geeignet ist. Funken können sich bei Wind weiter ausbreiten, als man vom unmittelbaren Feuerbereich aus erwartet.

Die Entscheidung fällt vor dem Anzünden

Prüfe vor dem Ausflug die aktuelle behördliche Information und vor Ort allfällige Hinweise. Beurteile dann Wind, Umgebung und verfügbare Löschmöglichkeiten. Wenn sich ein Feuer nicht zuverlässig beaufsichtigen und vollständig löschen lässt, ist eine kalte Verpflegung die bessere Wahl.

Kinder sollten nicht allein für die Feuerstelle verantwortlich sein. Und wer den Platz verlässt, darf sich nicht darauf verlassen, dass ein kaum noch sichtbares Glimmen von selbst harmlos wird. Die Verantwortung endet erst, wenn das Feuer tatsächlich aus ist.

Warum Regen nicht sofort Entwarnung bedeutet

Ein feuchter Weg oder nasses Gras kann einen anderen Eindruck vermitteln als trockener Boden und brennbares Material darunter. Deshalb ist die behördliche Gefahrenstufe eine nützlichere Orientierung als ein kurzer Blick auf die Oberfläche.

Die Aargauer Mitteilung verbindet die Lockerung ausdrücklich mit einem Vorsichtsaufruf. Wer diese beiden Teile zusammen liest, versteht die aktuelle Lage besser: Es gibt wieder mehr Spielraum, aber weiterhin ein erhebliches Risiko, das umsichtiges Verhalten verlangt.

Quellen und Stand

Recherchestand: 16. September 2026. Zahlen und Verfahrensstände beziehen sich auf die jeweils genannten Erhebungs- und Meldedaten.